Festakt zu Tag des Grundgesetzes

2015-05-23_Berlin_Festakt-Demokratie_01Lala Süsskind erhält Auszeichnung als Botschafterin für Demokratie und Toleranz 2015

An 23. Mai jährte sich der Tag des Grundgesetzes und das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) lud ein zu einem Festakt, um fünf Persönlichkeiten für ihr herausragendes, zivilgesellschaftliches Engagement auszuzeichnen. Etwa 600 Menschen waren gekommen, um der Feier im Haus der Berliner Festspiele beizuwohnen.

Eine der fünf ausgezeichneten Botschafter_Innen für Demokratie und Toleranz war in diesem Jahr Lala Süsskind, die Vorsitzende des Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.
“Es ist das Lebenswerk von Lala Süsskind, dass wir in diesem Fall ehren”, sprach Laudator Staatssekretär Krings vom Innenministerium, als er den mit 5000 € dotierten Preis überreichte. “Und wir hoffen natürlich, dass dieses Lebenswerk noch lange nicht abgeschlossen ist”, setzte er fort.

Ein kurzer filmischer Beitrag fasste einige Stationen aus dem Leben der quicklebendigen Lala Süsskind zusammen. Als Tochter von Holocaustüberlebenden setzt sie sich aus tiefer Überzeugung für interkulturelle Vielfalt ein. Sie war u.a. ehrenamtliche Vorsitzende der zionistischen karitativen Frauenorganisation WIZO in Deutschland, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, ist Kuratoriumsvorsitzende des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) und Mitglied des Beirates von MANEO, Berlins schwulem Anti-Gewalt-Projekt.
Seit 2012 ist sie außerdem Vorsitzende des JFDA e.V. und setzt sich hier für politisch, rassistisch oder religiös Verfolgten ein, sowie für interkulturelle Vielfalt an Schulen.

“Ich bin stolz, dass meine Eltern mich nicht erzogen haben, dass Religion das a und o ist, sondern dass das die Menschen sind”, sagte Lala Süsskind in dem Videoeinspieler. “Das habe ich mitbekommen und das habe ich dann in meinem Leben auch so umgesetzt.”

Den kurzen Videoeinspieler zu Lala Süsskinf finden Sie auf der Seite
youtube.com/watch?v=arFyaA5xCHU

Allgemeines zur Preisverleihung gibt es unter
buendnis-toleranz.de/service/presse/169498/presseinformationen-botschafter-fuer-demokratie-und-toleranz


 

Unterstützende
CC-by-sa-3.0 de Gerd Seidel

Roderich Kiesewetter, MdB CDU

"Antisemitismus ist Ausdruck einer rückständigen Kultur und inhumanen Denkweise. Ebenso wie zahlreiche weitere Ausformungen des Rassismus darf auch er keinen Platz in unserem Alltag finden. Antisemitismus ist nicht mit unserer ...

Foto: (CC) Stephan Roehl

Volker Beck, MdB Bündnis 90/Die Grünen

“Es ist deshalb demokratische Pflicht, jedem Erscheinen von Antisemitismus entschlossen entgegen zu treten.”

Foto: © Gitta Connemann (CDU-Fraktion)

Gitta Connemann, MdB CDU / Fraktionsvize

“Wer der Demokratie dient, bekämpft Antisemitismus.“

Foto: (CC) Gegenbauer Holding SE & Co. KG

Werner Gegenbauer, Präsident Hertha BSC

“Es ist und wird Hertha BSC immer ein Anliegen sein, gegen Diskriminierung jeder Art einzutreten! Denn Toleranz, Fairness, Respekt und Hilfsbereitschaft sind uns wichtig.”

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin

“Eine tolerante und vielfältige Stadt der Vielfalt kommt nicht von selbst. Man muss sich immer wieder dafür stark machen. Mit den Mitteln des Rechtsstaates ebenso wie mit Dialog und Begegnung, ...

Foto: (CC) Petra Pau

Petra Pau, MdB DIE LINKE, Bundestags-Vizepräsidentin

“Ich schäme mich, dass das nötig ist, und ich bin dabei, weil es nötig ist.”

Foto: © Regina Schmeken, Berlin

Prof. Dr. Peter Raue, Jurist, Sammler und Kunstliebhaber

“Nur ein freiheitlicher Rechtsstaat kann Antisemitismusbekämpfung - wie jeden Kampf gegen Rassismus - zu einer tragenden Säule seiner Existenz glaubwürdig erklären.“

Foto: (CC) Patrick Gutsche

Dr. Berndt Schmidt, Intendant Friedrichstadt-Palast Berlin

"Was ich (...) an unterschwelligem und offensichtlichem Judenhass, Stereotypen und Antizionismus gesehen, gelesen und gehört habe (...), ist beschämend und in seinen Ausdrucksformen beängstigend."

Foto: © Monika Schwarz-Friesel

Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, Technische Universität Berlin

“Das JFDA verdient eine breite gesellschaftliche Unterstützung.”

Foto: (CC) Michael Thaidigsmann

Dr. h.c. Friede Springer, Verlegerin

“Ein großes Bündnis der Vernunft und des Anstandes ist notwendig, um dem Judenhass zu begegnen. Das JFDA kann dabei eine wichtige Stimme sein.”