(Ingelheim, 19.01.16) Rassistische Parolen gegen Flüchtlinge oder Narrenfreiheit? Streit wegen Fastnacht-Vortrag in Ingelheim

„Wo endet Narrenfreiheit, wo beginnt Beleidigung? In Ingelheim ist darüber ein Streit entbrannt. Auf der einen Seite stehen Klaus Hoffmann, Mitglied des Ingelheimer Bündnisses gegen Gewalt und Rassismus „InRAGE“ und seine Frau, auf der anderen Seite der Narren-Club-Ingelheim (NCI). Anlass des Streites ist das Protokoll von Erhard „Edo“ Reisinger.
Darin geht Reisinger, seit über 15 Jahren Protokoller beim NCI und in diesem Jahr zum 20. Mal Sitzungspräsident der ökumenischen Fastnacht, unter anderem auf Asylpolitik ein. Seine These: Wer Sitte und Kultur nicht respektiere oder kriminell sei, habe in Deutschland nichts verloren. Entzündet hatte sich der Streit an einer Textpassage, in der Reisinger sinngemäß sagt, dass derjenige, der ein Kruzifix an der Schulwand nicht dulde, gerne zurück in sein Heimatland gehen könne und an der Grenze abgewiesen gehöre, wer „sein Gesicht verhülle, als wollte er die größte Bank überfallen“.“

Quelle:
Allgemeine Zeitung

Unterstützende
CC-by-sa-3.0 de Gerd Seidel

Roderich Kiesewetter, MdB CDU

"Antisemitismus ist Ausdruck einer rückständigen Kultur und inhumanen Denkweise. Ebenso wie zahlreiche weitere Ausformungen des Rassismus darf auch er keinen Platz in unserem Alltag finden. Antisemitismus ist nicht mit unserer ...

Foto: (CC) Stephan Roehl

Volker Beck, MdB Bündnis 90/Die Grünen

“Es ist deshalb demokratische Pflicht, jedem Erscheinen von Antisemitismus entschlossen entgegen zu treten.”

Foto: © Gitta Connemann (CDU-Fraktion)

Gitta Connemann, MdB CDU / Fraktionsvize

“Wer der Demokratie dient, bekämpft Antisemitismus.“

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Werner Gegenbauer, Präsident Hertha BSC

“Es ist und wird Hertha BSC immer ein Anliegen sein, gegen Diskriminierung jeder Art einzutreten! Denn Toleranz, Fairness, Respekt und Hilfsbereitschaft sind uns wichtig.”

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin

“Eine tolerante und vielfältige Stadt der Vielfalt kommt nicht von selbst. Man muss sich immer wieder dafür stark machen. Mit den Mitteln des Rechtsstaates ebenso wie mit Dialog und Begegnung, ...

Foto: (CC) Petra Pau

Petra Pau, MdB DIE LINKE, Bundestags-Vizepräsidentin

“Ich schäme mich, dass das nötig ist, und ich bin dabei, weil es nötig ist.”

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Prof. Dr. Peter Raue, Jurist, Sammler und Kunstliebhaber

“Nur ein freiheitlicher Rechtsstaat kann Antisemitismusbekämpfung - wie jeden Kampf gegen Rassismus - zu einer tragenden Säule seiner Existenz glaubwürdig erklären.“

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Dr. Berndt Schmidt, Intendant Friedrichstadt-Palast Berlin

"Was ich (...) an unterschwelligem und offensichtlichem Judenhass, Stereotypen und Antizionismus gesehen, gelesen und gehört habe (...), ist beschämend und in seinen Ausdrucksformen beängstigend."

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Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, Technische Universität Berlin

“Das JFDA verdient eine breite gesellschaftliche Unterstützung.”

Foto: (CC) Michael Thaidigsmann

Dr. h.c. Friede Springer, Verlegerin

“Ein großes Bündnis der Vernunft und des Anstandes ist notwendig, um dem Judenhass zu begegnen. Das JFDA kann dabei eine wichtige Stimme sein.”