EINE PRÄSENTATION IM BESONDEREN RAHMEN

II. Bunte Welt Galerie in der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule in Berlin-Moabit

So wurden die Ergebnisse unserer Lernwerkstatt „Vorurteile abbauen – antisemitische Ressentiments bekämpfen“ noch nie präsentiert. Unter dem Namen „Bunte Welt Galerie“ wurden zum zweiten Mal in dieser Schule besonders gelungene Projekte, Ergebnisse und Arbeiten aus dem Fachunterricht, aus fächerübergreifenden Unterrichtsreihen oder auch aus der Lernwerkstatt des Jüdischen Forums (JFDA) ausgestellt und gewürdigt.

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Schulleiterin Annedore Dierker begrüßte die Besucher der Vernissage am 7. Dez. 2016 und vor allem die Teilnehmer, deren künstlerische Arbeiten in der festlichen Schul-Aula vorgestellt und vorgeführt wurden.

Zu den beeindruckendsten Ausstellungsobjekten gehörten malerische Arbeiten, die in Zusammenarbeit eines Leistungskurses mit geflüchteten Schüler_innen einer Willkommensklasse entstanden waren zu so authentisch erarbeiteten Themen wie Heimat, Zerstörung, Wünsche und Zukunft. Den stärksten Applaus bekamen Schüler, die eigene Erlebnisse als Menschen unterschiedlicher Herkunft auf die Bühne brachten. Sie zeigten wie aus Unkenntnis und Vorurteilen gegenüber anderen Menschen Missachtung, Entwürdigung und Ausgrenzung entstehen können. Selbst angesichts tödlicher Gefahr können beobachtende Menschen gleichgültig bleiben, anstatt zu helfen und auch die Würde anderer zu verteidigen.

_mg_4517Das interkulturelle Team des JFDA mit Levi Salomon, Ilker Duyan und Peter-M. Utasch freute sich auf das Wiedersehen mit Peter Ewertz und seinen Schüler_innen, die Monate zuvor in dem Workshop ihre Plakate gestaltet haben zu Themen wie Antisemitismus, Rassismus und andere Lebensbereiche gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die Schüler konnten nun ihre Plakate Jugendlichen und Erwachsenen präsentieren, die recht zahlreich erschienen waren. Und die Teamer hatten Gelegenheit, viele Besucher kennenzulernen und von ihrer Arbeit an den so unterschiedlichen Schulen in Berlin und weiteren Bundesländern zu erzählen.

In den Gesprächen kamen immer wieder thematische Zusammenhänge und Verbindungen zwischen den ausgestellten Plakaten und anderen Schülerarbeiten in den Blick. Auch uns war aufgefallen, dass es in dem vorgestellten Bühnenstück nicht nur um Ablehnung von Menschen anderer Herkunft und Religion ging, sondern gerade auch feindliche Haltungen gegenüber Juden mehrfach benannt und aufgeführt wurden.

Das Bühnenstück und unsere Schüler-Plakate waren ja unabhängig voneinander entstanden. Von den inhaltlichen Aussagen beider Schülerarbeiten her, hätte man denken können, dass die Lehrer und Darsteller des Bühnenstückes mit denen unseres Workshops seit langen zusammenarbeiten, weil sie ganz offenbar die gleichen Ziele verfolgen.

Dazu gab es ein weiteres Ausstellungsstück: ein gedrucktes und darum käufliches Heft aus einem Leistungskurs mit dem Titel „Comic gegen Rassismus, Vorurteile und Gewalt“.

Wir gingen mit dem Gefühl nachhause: Wir ziehen tatsächlich an einem Strang und wünschen weiterhin viel Erfolg! Allen Schüler_innen und Lehrer_innen der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule in Berlin-Moabit, einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

 

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Unterstützende
CC-by-sa-3.0 de Gerd Seidel

Roderich Kiesewetter, MdB CDU

"Antisemitismus ist Ausdruck einer rückständigen Kultur und inhumanen Denkweise. Ebenso wie zahlreiche weitere Ausformungen des Rassismus darf auch er keinen Platz in unserem Alltag finden. Antisemitismus ist nicht mit unserer ...

Foto: (CC) Stephan Roehl

Volker Beck, MdB Bündnis 90/Die Grünen

“Es ist deshalb demokratische Pflicht, jedem Erscheinen von Antisemitismus entschlossen entgegen zu treten.”

Foto: © Gitta Connemann (CDU-Fraktion)

Gitta Connemann, MdB CDU / Fraktionsvize

“Wer der Demokratie dient, bekämpft Antisemitismus.“

Foto: (CC) Gegenbauer Holding SE & Co. KG

Werner Gegenbauer, Präsident Hertha BSC

“Es ist und wird Hertha BSC immer ein Anliegen sein, gegen Diskriminierung jeder Art einzutreten! Denn Toleranz, Fairness, Respekt und Hilfsbereitschaft sind uns wichtig.”

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin

“Eine tolerante und vielfältige Stadt der Vielfalt kommt nicht von selbst. Man muss sich immer wieder dafür stark machen. Mit den Mitteln des Rechtsstaates ebenso wie mit Dialog und Begegnung, ...

Foto: (CC) Petra Pau

Petra Pau, MdB DIE LINKE, Bundestags-Vizepräsidentin

“Ich schäme mich, dass das nötig ist, und ich bin dabei, weil es nötig ist.”

Foto: © Regina Schmeken, Berlin

Prof. Dr. Peter Raue, Jurist, Sammler und Kunstliebhaber

“Nur ein freiheitlicher Rechtsstaat kann Antisemitismusbekämpfung - wie jeden Kampf gegen Rassismus - zu einer tragenden Säule seiner Existenz glaubwürdig erklären.“

Foto: (CC) Patrick Gutsche

Dr. Berndt Schmidt, Intendant Friedrichstadt-Palast Berlin

"Was ich (...) an unterschwelligem und offensichtlichem Judenhass, Stereotypen und Antizionismus gesehen, gelesen und gehört habe (...), ist beschämend und in seinen Ausdrucksformen beängstigend."

Foto: © Monika Schwarz-Friesel

Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, Technische Universität Berlin

“Das JFDA verdient eine breite gesellschaftliche Unterstützung.”

Foto: (CC) Michael Thaidigsmann

Dr. h.c. Friede Springer, Verlegerin

“Ein großes Bündnis der Vernunft und des Anstandes ist notwendig, um dem Judenhass zu begegnen. Das JFDA kann dabei eine wichtige Stimme sein.”