Indianer im Nahen Osten. Planspiel am Hermann-Hesse-Gymnasium Berlin-Kreuzberg (20.06.2018)

Im Rahmen des Courage-Tages am Hermann-Hesse-Gymnasium in Berlin-Kreuzberg erprobten die Modellprojekte „Vorurteile abbauen, antisemitische Ressentiments bekämpfen“ und „Ke’Ezrach*Wie ein Mitbürger“ in Kooperation erstmalig ein neu entwickeltes Planspiel zur Behandlung der Themenfelder Nahost-Konflikt und israelbezogener Antisemitismus.

Die Idee des Planspiels bestand darin stark emotionalisierte und voreingenommene (vor Allem gegen den Staat Israel gerichtete) Einstellungen im Hinblick auf den Konflikt zwischen Israel und den palästinensischen Arabern durch eine Verfremdung der Konfliktparteien zu umgehen. Zu diesem Zweck wurde ein Szenario entworfen, in dem zwei fiktive Gruppen amerikanischer Ureinwohner in Konflikt miteinander geraten. Die wesentlichen Streitpunkte wurden dabei analog zu Aspekten des Nahost-Konflikts konstruiert.

Bei der erstmaligen Durchführung des Planspiels wurde deutlich, dass eine unvoreingenommene Sichtweise auf die Konfliktkonstellation und die dadurch bedingten Dilemmata auf diese Weise gefördert werden kann. Mehrere Schüler*innen bestätigten diesen Eindruck in ihrem Feedback explizit. Demgegenüber standen auch ablehnende Reaktionen, als die Teamer*innen die Analogien des fiktiven und des realen Konflikts aufzeigten.

Im Hinblick auf die Einbettung des Planspiels innerhalb der Lernwerkstatt zeigte sich darüber hinaus die Notwendigkeit die Auswertung und den Rückbezug auf den Nahost-Konflikt ebenfalls methodisch zu strukturieren. Die Übertragung der in der Simulation des fiktiven Konflikts geübte Haltung von Toleranz gegenüber Ambiguitäten und Dilemmata, auf die Haltung im Hinblick auf den Nahost-Konflikt sollte dadurch besser gelingen.

Unterstützende
CC-by-sa-3.0 de Gerd Seidel

Roderich Kiesewetter, MdB CDU

"Antisemitismus ist Ausdruck einer rückständigen Kultur und inhumanen Denkweise. Ebenso wie zahlreiche weitere Ausformungen des Rassismus darf auch er keinen Platz in unserem Alltag finden. Antisemitismus ist nicht mit unserer ...

Foto: (CC) Stephan Roehl

Volker Beck, MdB Bündnis 90/Die Grünen

“Es ist deshalb demokratische Pflicht, jedem Erscheinen von Antisemitismus entschlossen entgegen zu treten.”

Foto: © Gitta Connemann (CDU-Fraktion)

Gitta Connemann, MdB CDU / Fraktionsvize

“Wer der Demokratie dient, bekämpft Antisemitismus.“

Foto: (CC) Gegenbauer Holding SE & Co. KG

Werner Gegenbauer, Präsident Hertha BSC

“Es ist und wird Hertha BSC immer ein Anliegen sein, gegen Diskriminierung jeder Art einzutreten! Denn Toleranz, Fairness, Respekt und Hilfsbereitschaft sind uns wichtig.”

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin

“Eine tolerante und vielfältige Stadt der Vielfalt kommt nicht von selbst. Man muss sich immer wieder dafür stark machen. Mit den Mitteln des Rechtsstaates ebenso wie mit Dialog und Begegnung, ...

Foto: (CC) Petra Pau

Petra Pau, MdB DIE LINKE, Bundestags-Vizepräsidentin

“Ich schäme mich, dass das nötig ist, und ich bin dabei, weil es nötig ist.”

Foto: © Regina Schmeken, Berlin

Prof. Dr. Peter Raue, Jurist, Sammler und Kunstliebhaber

“Nur ein freiheitlicher Rechtsstaat kann Antisemitismusbekämpfung - wie jeden Kampf gegen Rassismus - zu einer tragenden Säule seiner Existenz glaubwürdig erklären.“

Foto: (CC) Patrick Gutsche

Dr. Berndt Schmidt, Intendant Friedrichstadt-Palast Berlin

"Was ich (...) an unterschwelligem und offensichtlichem Judenhass, Stereotypen und Antizionismus gesehen, gelesen und gehört habe (...), ist beschämend und in seinen Ausdrucksformen beängstigend."

Foto: © Monika Schwarz-Friesel

Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, Technische Universität Berlin

“Das JFDA verdient eine breite gesellschaftliche Unterstützung.”

Foto: (CC) Michael Thaidigsmann

Dr. h.c. Friede Springer, Verlegerin

“Ein großes Bündnis der Vernunft und des Anstandes ist notwendig, um dem Judenhass zu begegnen. Das JFDA kann dabei eine wichtige Stimme sein.”