Workshop: Antisemitismus und Musik in der JFKS Berlin, 06. November 2018

Der Workshop zum Thema „Antisemitismus und Musik“ am 6. November 2018 in den Räumen der John F. Kennedy-School Berlin bildete den ersten Ansatz innerhalb des Modellprojekts „Vorurteile abbauen“ zur Erprobung eines Formats, das die Beschäftigung mit dem Thema Antisemitismus im Rahmen des regulären Fachunterrichts ermöglichen soll. Teilnehmende waren Referendare des Fachs Musik.

Zu diesem Zweck wurden gemeinsam mit den Teilnehmenden Zusammenhänge des Fachs Musik mit dem Thema Antisemitismus exemplarisch anhand vorbereiteter Quellen erarbeitet. Diese umfassten neben dem zuletzt medial sehr präsenten Thema von Antisemitismus im Bereich der Rap-Musik auch historische Einblicke zu den Komponisten Johann Sebastian Bach und Richard Wagner, sowie zuletzt im Bereich mehrerer Musik- und Kulturfestivals in Erscheinung getretene „Boycott, Divestment, Sanctions“ (BDS)-Bewegung.

Anhand des erarbeiteten Materials wurde zunächst eine Reflexion darüber ermöglicht, inwiefern die historisch teils weit auseinanderliegenden Kontexte überhaupt in einen sachlichen Zusammenhang zu bringen sind, und wie dieser Zusammenhang anhand eines von den Teilnehmenden erschlossenen Arbeitsbegriff von Antisemitismus zum Ausdruck gebracht werden kann. Dadurch ergab sich weiterhin die Möglichkeit des kollegialen Austauschs über eigene Erfahrungen im Handlungsfeld im Hinblick auf Antisemitismus und mögliche Formen des Umgangs damit.

Eigenen Angaben zufolge sahen sich die Teilnehmenden anschließend in ihrer Befähigung bestärkt, den Gegenstand des Workshops klarer ins Verhältnis zur eigenen Rolle als Pädagog*in und Fachlehrer*in zu setzen. Das heißt, dass sowohl die fachübergreifende Bedeutung der Auseinandersetzung mit Antisemitismus deutlich wurde, als auch, dass die Teilnehmenden im Nachgang des Workshops Ideen für eine fachspezifische Unterrichtsreihe zum Thema entwickelten.

Unterstützende
CC-by-sa-3.0 de Gerd Seidel

Roderich Kiesewetter, MdB CDU

"Antisemitismus ist Ausdruck einer rückständigen Kultur und inhumanen Denkweise. Ebenso wie zahlreiche weitere Ausformungen des Rassismus darf auch er keinen Platz in unserem Alltag finden. Antisemitismus ist nicht mit unserer ...

Foto: (CC) Stephan Roehl

Volker Beck, MdB Bündnis 90/Die Grünen

“Es ist deshalb demokratische Pflicht, jedem Erscheinen von Antisemitismus entschlossen entgegen zu treten.”

Foto: © Gitta Connemann (CDU-Fraktion)

Gitta Connemann, MdB CDU / Fraktionsvize

“Wer der Demokratie dient, bekämpft Antisemitismus.“

Foto: (CC) Gegenbauer Holding SE & Co. KG

Werner Gegenbauer, Präsident Hertha BSC

“Es ist und wird Hertha BSC immer ein Anliegen sein, gegen Diskriminierung jeder Art einzutreten! Denn Toleranz, Fairness, Respekt und Hilfsbereitschaft sind uns wichtig.”

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin

“Eine tolerante und vielfältige Stadt der Vielfalt kommt nicht von selbst. Man muss sich immer wieder dafür stark machen. Mit den Mitteln des Rechtsstaates ebenso wie mit Dialog und Begegnung, ...

Foto: (CC) Petra Pau

Petra Pau, MdB DIE LINKE, Bundestags-Vizepräsidentin

“Ich schäme mich, dass das nötig ist, und ich bin dabei, weil es nötig ist.”

Foto: © Regina Schmeken, Berlin

Prof. Dr. Peter Raue, Jurist, Sammler und Kunstliebhaber

“Nur ein freiheitlicher Rechtsstaat kann Antisemitismusbekämpfung - wie jeden Kampf gegen Rassismus - zu einer tragenden Säule seiner Existenz glaubwürdig erklären.“

Foto: (CC) Patrick Gutsche

Dr. Berndt Schmidt, Intendant Friedrichstadt-Palast Berlin

"Was ich (...) an unterschwelligem und offensichtlichem Judenhass, Stereotypen und Antizionismus gesehen, gelesen und gehört habe (...), ist beschämend und in seinen Ausdrucksformen beängstigend."

Foto: © Monika Schwarz-Friesel

Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel, Technische Universität Berlin

“Das JFDA verdient eine breite gesellschaftliche Unterstützung.”

Foto: (CC) Michael Thaidigsmann

Dr. h.c. Friede Springer, Verlegerin

“Ein großes Bündnis der Vernunft und des Anstandes ist notwendig, um dem Judenhass zu begegnen. Das JFDA kann dabei eine wichtige Stimme sein.”