Ausstellung Haveldüne

Monitoring (Archiv Juni/Juli 2013)

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Spandau: Ermittlungen gegen Busfahrer wegen fremdenfeindlicher Beleidigungen und Körperverletzung

Berlin-Spandau

Zu einem Vorfall mit fremdenfeindlichem Hintergrund ist es gestern Nachmittag in einem BVG-Bus in Siemensstadt gekommen. Ersten Ermittlungen zu Folge wurde eine 51-jährige Frau, die mit ihren beiden Kindern gegen 16.30 am U-Bahnhof Rohrdamm in einen BVG-Bus der Linie 123 eingestiegen war und auf Grund der Überfüllung des Busses im vorderen Bereich des Fahrzeugs stand, von dem Fahrer in Höhe der Haltestelle Köttgenstraße fremdenfeindlich beleidigt. Die 20-jährige Tochter sprach den 56-Jährigen an und verbat sich die Beleidigungen ihrer Mutter gegenüber und alle drei wollten den Bus wieder verlassen. Dabei schlug der Fahrer auf die Tochter ein, die gegen eine Haltestange stieß und sich am Rücken verletzte. Als der 12-jährige Sohn das Fahrzeug verlassen hatte, schloss der Fahrer die vordere Tür, wobei die 20-Jährige mit ihren Haaren zwischen den Türflügeln eingeklemmt wurde und mit ihrer Mutter zusammen den Bus nicht mehr verlassen konnte. Die beiden und andere Fahrgäste, die Zeugen des Vorfalles wurden, forderten den 56-Jährigen, der bereits angefahren war, zum Anhalten auf, der aber erst nach einiger Zeit den Bus stoppte und sie aussteigen ließ. Mutter und Tochter liefen dann zu dem 12-Jährigen und erstatteten anschließend Anzeige auf einem Polizeiabschnitt. Der 56-Jährige wurde von den alarmierten Polizisten an der Endhaltestelle angetroffen und zur Durchführung einer freiwilligen Blutentnahme zur Dienststelle gebracht. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen fremdenfeindlicher Beleidigung und Körperverletzung hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

Polizei Berlin, 01.06.2013


Tempelhof-Schöneberg: Hitler-Gruß im Rathaus

Berlin-Tempelhof-Schöneberg

Gestern Vormittag beschimpfte ein unbekannter Mann Wartende im Rathauses Tempelhof und rief verfassungswidrige Symbole. Gegen 11:30 Uhr betrat der laut einer Zeugin merklich alkoholisierte Mann einen Warteraum im Rathaus Tempelhof. Er legte sich zunächst über mehrere Stühle und machte dann ausländerfeindliche Bemerkungen in Richtung wartender Bürger. Nachdem er von seinem Gespräch in einem der Büros zurück kam, erhob er den Arm zum sogenannten »Hitler Gruß« und rief beim Verlassen des Raumes noch mehrfach »Sieg Heil«. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Polizei Berlin, 04.06.2013


Offenbach: Überfall auf Rabbiner

Offenbach

Erst gestern ist die besondere Brisanz des Falles deutlich geworden: Am Montag hatte das Polizeipräsidium in Offenbach in einer neutral formulierten Meldung auf einen Vorfall aufmerksam gemacht, der noch für beträchtlichen Wirbel sorgen könnte. Demnach ist am Sonntagabend gegen 19 Uhr in der Großen Marktstraße ein »39-jähriger Anzeigenerstatter« von sechs bis acht südländisch aussehenden Jugendlichen verbal belästigt worden. Gestern leitete der Vorstand der Jüdischen Gemeinde unserer Zeitung einen Brief ans Management des KOMM-Centers zu, der mit schockierenden Details die Vorgänge aus der Sicht des Betroffenen schildert.

Der durch seine Kleidung als Rabbiner erkennbare Mendel Gurewitz sei im Beisein der Security-Leute als »Jude und mit Zusatzbezeichnungen« beschimpft und handgreiflich attackiert worden, schreiben der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Professor Alfred Jacoby, und sein Stellvertreter Mark Dainow ans KOMM: »Schändlich ist, dass Ihre Security-Mitarbeiter dem Rabbiner in keiner Weise halfen, sondern ihn noch aufforderten, Fotos, die er zur Dokumentation des Geschehenen machte, von seinem Handy zu löschen.« Vorstandsmitglied Henryk Fridman: »Der Rabbi hat mich während der Attacke angerufen, ich habe alles mit angehört.« Es sei ein großes Glück für Gurewitz gewesen, dass »er bei der Verfolgung durch die Jugendlichen im KOMM-Parkhaus durch einen zufällig vorbeifahrenden jüdischen Mitbürger gerettet wurde«. Fridman bestätigt zudem, dass Gurewitz auch von der Polizei übers Handy aufgefordert worden sei, die Bilder der Angreifer zu löschen. Dennoch lobten Fridman und Gurewitz gestern die Arbeit der Polizei. Laut deren Sprecher Rudi Neu ist die erste Meldung »bewusst zurückhaltend formuliert worden«. Es gehe um Ermittlungen des Staatsschutzes. Heute sollen Videoaufzeichnungen im KOMM ausgewertet werden.

Centermanager Frank Middendorf distanzierte sich gestern von dem Vorfall. Von den Sicherheitsleuten habe er die Auskunft erhalten, sie seien erst hinzugekommen, als der Rabbiner die Fotos von den Jugendlichen gemacht habe. Die Security habe dann ihren Angaben zufolge beide Parteien zu verschiedenen Center-Ausgängen hinaus gebeten. Middendorf hat sich mit dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde in Verbindung gesetzt und sich für den Vorfall entschuldigt. »Die Entschuldigung wurde angenommen«, so der Manager. Für die nächste Woche habe er ein Gespräch bei der Jüdischen Gemeinde vereinbart.

Was erschüttert: Nach seinen Angaben wird Gurewitz seit Jahren in Offenbach mit antisemitischen Beleidigungen beschimpft und auch im aktuellen Fall mit Pro-Palästina-Parolen konfrontiert. Fridman: »Diesmal ist die Grenze überschritten worden, diesmal ging es um körperliche Gewalt.«

www.op-online.de, 05.06.2013


Tempelhof-Schöneberg: Stolpersteine beschmiert

Berlin-Tempelhof-Schöneberg

In der vergangenen Nacht wurden mehrere Stolpersteine in Friedenau beschmiert. Passanten bemerkten gegen 7 Uhr, dass Unbekannte die in den Gehweg eingelassenen Gedenksteine mit dunkler Farbe beschmiert hatten. Die Beschädigungen waren in der Stierstraße, der Fregestraße, der Wilhelm-Hauff-Straße sowie in der Handjerystraße festzustellen. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Polizei Berlin, 06.06.2013


Treptow-Köpenik: Überfall mit Baseballschläger

Berlin-Treptow-Köpenick

In Niederschöneweide hat in der vergangenen Nacht ein 20-Jähriger einen 51 Jahre alten Mann mit einem Baseballschläger verletzt. Der 51-jährige türkische Staatsbürger war gegen 1.45 Uhr auf dem Gehweg der Schnellerstraße unterwegs, als er hörte, wie sich ihm von hinten jemand schnellen Schrittes näherte. Kurz darauf verspürte der Mann einen heftigen Schlag gegen den Hinterkopf und stürzte zu Boden. Der Täter schlug ihm dann noch einmal mit dem Schläger ins Gesicht, bevor er flüchtete. Anhand der Personenbeschreibung gelang es Polizeibeamten wenig später, den Täter festzunehmen, der vom Opfer eindeutig wieder erkannt wurde. Der polizeibekannte 20-Jährige stritt die Tat ab. Die Polizeibeamten brachten den alkoholisierten Mann zu einer Gefangenensammelstelle, wo er nach Blutentnahme und erkennungsdienstlicher Behandlung für das Landeskriminalamt eingeliefert wurde. Der Staatsschutz prüft, ob eine politische Tatmotivation für die gefährliche Körperverletzung in Frage kommt. Der Tatverdächtige war bereits in der Vergangenheit rechtsextremer Straftaten verdächtigt worden. Das 51-jährige Opfer erlitt eine Kopfplatzwunde und wurde vor Ort von Rettungskräften der Feuerwehr behandelt. Eine Krankenhauseinlieferung lehnte er ab.

Polizei-Berlin, 24.06.2013


Pankow: Beleidigungen und gefährliche Körperverletzung

Berlin -Pankow

Gegen 22.15 Uhr blockierte ein Taxifahrer den Wagen eines 39-Jährigen, der gerade in der Schivelbeiner Straße wendete. Der unbekannte Droschkenkutscher stieg dann aus und beleidigte den Mann fremdenfeindlich. Danach setzte er seine Fahrt in Richtung Behmstraße fort. Die Polizei ermittelt nun wegen Nötigung im Straßenverkehr und Beleidigung.
Ein 30-Jähriger war gegen 23.15 Uhr in der Naugarder Straße unterwegs, als ihm ein Unbekannter plötzlich von hinten in den Rücken sprang. Anschließend schlug der Angreifer seinem Opfer die Brille aus dem Gesicht und ging ihn verbal mit fremdenfeindlichen Worten an. Danach entkam der Mann in unbekannte Richtung. Der Attackierte zog sich eine leichte Verletzung am Auge zu und wollte sich selbst in ärztliche Behandlung begeben. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen.

Polizei-Berlin, 16.06.2013


Marzahn-Hellersdorf: Übegriff in der S-Bahn

Berlin-Marzahn-Hellersdorf

Ein 17-Jähriger wurde in der vergangenen Nacht von einem Unbekannten in einem S-Bahnzug in Marzahn unvermittelt attackiert. Nach den bisherigen Erkenntnissen und Zeugenangaben kam es gegen 22.30 Uhr in der S7 zwischen den Bahnhöfen Mehrower Allee und Ahrensfelde zu dem Übergriff. Der Unbekannte sprach den jungen Mann an und gab ihm plötzlich einen Kopfstoß. Ein 38-jähriger Fahrgast griff beherzt ein und forderte den Mann auf aufzuhören. Daraufhin wurde der Helfer weggeschubst. Am S-Bahnhof Ahrensfelde verließ der Angreifer das Abteil und streckte den rechten Arm zum »Deutschen Gruß« aus. Der 17-Jährige wurde leicht verletzt. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

Polizei Berlin, 13.06.2013


Mitte: Nötigung und versuchte Gefährliche Körperverletzung

Berlin-Mitte

Bei einem fremdenfeindlichen Übergriff in Wedding versuchte ein Mann gestern Abend seinen Hund auf zwei Frauen zu hetzen. Gegen 19.00 Uhr waren in der Prinz-Eugen-Straße zwei 20 und 29 Jahre alte Frauen unterwegs, als sie einem Mann begegneten, der sie ausländerfeindlich ansprach. Als er damit drohte, seinen Schäferhundmischling auf sie zu hetzten, flüchteten sich die beiden Opfer in eine Bäckerei. Alarmierte Polizisten wurden von dem 51-Jährigen beleidigt. Nach der Festnahme randalierte der Mann im Einsatzwagen und beschädigte dabei die Innenverkleidung einer Tür. Nach einer Blutentnahme konnte er das Gewahrsam wieder verlassen. Sein Hund wurde beschlagnahmt und dem Amtsveterinär übergeben. Der 51-Jährige sieht nun Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung und Sachbeschädigung entgegen.

Polizei Berlin, 08.06.2013


Marzahn-Hellersdorf: Schmierereien gegen Asylbewerber

Marzahn-Hellersdorf

Unbekannte hinterließen in der vergangenen Nacht diverse Parolen auf Gehwegen in Hellersdorf. Polizisten entdeckten gegen 0.45 Uhr in der Carola-Neher-Straße sowie am Alice-Salomon-Platz mehrere mit bunter Kreide aufgetragene Schriftzüge, die sich gegen eine Unterkunft für Asylbewerber richteten. Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr beseitigten die Schmierereien, die zum Teil eine Größe von 25×4 Metern hatten.

Polizei-Berlin, 19.07.2013


Pankow: fremdenfeindliche Beleidigungen

Berlin-Pankow

Im Rahmen einer Auseinandersetzung in Buch wurde ein Jugendlicher gestern Abend eigenen Angaben zufolge von einem etwa gleichaltrigen Jungen fremdenfeindlich beleidigt. Der 14-Jährige war nach bisherigen Erkenntnissen gegen 19.30 Uhr vor einer Jugendeinrichtung in der Karower Chaussee aus bislang unbekannten Gründen in Streit geraten, wurde beleidigt und leicht am Arm verletzt. Ein Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes prüft, ob es sich um ein Delikt der Hasskriminalität handeln könnte.

Polizei-Berlin, 16.07.2013


Mitte: Überfall am Neptunbrunnen

Berlin-Mitte

Gegen 16.15 Uhr wird ein Mann, der auf einer Parkbank am Neptunbrunnen sitzt, von zwei Männern rassistisch beleidigt, angegriffen und verletzt. Mehrere Zeugen und Zeuginnen greifen ein und die 23-jährigen und 33-jährigen Männer flüchten. Die Polizei nimmt sie in der Nähe fest.

Polizei-Berlin, 09.07.2013


Tempelhof-Schöneberg: fremdenfeindliche Beleidigungen gegen BVG-Mitarbeiter

Tempelhof- Schöneberg

Nachdem ein Mann heute Vormittag in Schöneberg ohne gültigen Fahrausweis angetroffen wurde, beleidigte er bei seiner Überprüfung einen Kontrolleur. Während der Kontrolle um 11 Uhr am U-Bahnhof Nollendorfplatz sprach der 38-Jährige fremdenfeindliche Beleidigungen gegen den 44-jährigen Mitarbeiter der BVG aus. Die bereits wegen Beförderungserschleichens am Ort anwesenden Polizisten stellten die Personalien des Tatverdächtigen fest und fertigten eine Anzeige wegen Beleidigung. Anschließend konnte der Mann seinen Weg fortsetzen. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Polizei- Berlin, 05.07.2013


NPD setzte Kopfgeld aus

Thüringen

Nach der Auslobung eines »Kopfgeldes« in Höhe von 500 Euro durch die NPD war es in den vergangenen Tagen zu Drohungen und Gewaltaufrufen gegen König und Neonazi-Gegner im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gekommen.

Haskala, 17.07.2013


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