Ausstellung Haveldüne

Monitoring (Archiv April 2015)

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(Ludwigslust, 01.04.2015) Pöbeleien und Hitlergruß
Drei alkoholisierte Männer zwischen 20 und 26 wurden nach Pöbeleien in Gewahrsam genommen. In einer Bildungsstätte soll einer von Ihnen den Hitlergruß skandiert haben. Die Polizei erstattete Strafanzeige gegen einen von ihnen wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: Presseportal Polizei


(Berlin, 06.04.2015) Fremdenfeindliche Körperverletzung
Am Montagabend wurde ein 49-jähriger Schwarzer offenbar Opfer einer fremdenfeindlich motivierten Körperverletzung.  Gegen 18:45 soll er von einem Unbekannten am Breitscheidplatz zunächst beschimpft und anschließend unvermittelt zweimal ins Gesicht geschlagen worden sein. Der 49-Jährige kam mit einer Gesichtsverletzung ins Krankenhaus. Der Staatsschutz ermittelt.

Quelle: Polizei Berlin


(Berlin, 06.04.2015) Toter in Kirchenruine war Israeli – Staatsbürgerschaft von Botschaft bestätigt
UPDATE: „[…] Die Israelische Botschaft wurde umgehend über den Fund informiert. Sie bestätigte am Nachmittag, dass es sich um einen Israeli handele. […] Der Passinhaber soll sich nach Informationen israelischer Medien zu Pessach bei Chabad in Berlin angemeldet haben. Dort soll er auch ein Zimmer gebucht haben, hieß es. Am Sederabend sei er allerdings nicht aufgetaucht.“

Quelle: Jüdische Allgemeine

(Berlin, 06.04.2015) „Der Tote, der am Ostersonntag in einer Kirchenruine in Berlin-Mitte gefunden wurde, ist Israeli gewesen. Bei der Leiche und dem Inhaber des Passes, der bei ihr gefunden wurde, handele sich um ein und dieselbe Person, bestätigte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. […]“

Quelle: RBB


(Tröglitz, 03./04.04.2015) Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim
>>Das Feuer in dem geplanten Tröglitzer Flüchtlingsheim ist nach Erkenntnissen der Ermittler vorsätzlich gelegt worden. Eine oder mehrere Täter seien in der Nacht auf Samstag in das Wohnhaus eingebrochen und hätten dort Feuer gelegt, hieß es in einer Mitteilung der Polizei Sachsen-Anhalt Süd.

„Dabei wurde mit großer Wahrscheinlichkeit auch Brandbeschleuniger verwendet“, heißt es weiter. Der ausgebaute Dachstuhl des Gebäudes war durch das Feuer zerstört worden. Die Polizei schätzt den Schaden auf eine sechsstellige Summe. Ab Mitte Mai sollten in dem Wohnhaus 40 Flüchtlinge untergebracht werden.

Eine politisch motivierte Tat könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Staatsanwalt Jörg Wilkmann am Samstag in Halle. Es handle sich um eine gemeingefährliche Straftat schlimmster Art.<<

Quelle: SpiegelOnline


(Hofheim, 10./11.04.2015) Schüsse aus Druckluftwaffe auf Flüchtlingsunterkunft
“ […] Unbekannte hatten in der Nacht zum Samstag insgesamt neun Mal auf ein Fenster im ersten Obergeschoss der Unterkunft gefeuert. Verletzt wurde niemand. In dem Containerdorf waren nach neuesten Angaben der Verwaltung des Main-Taunus-Kreises zu diesem Zeitpunkt 53 Flüchtlinge untergebracht. Am Sonntag war noch von 22 Menschen die Rede gewesen.[…] Unklar sei auch, aus welchem Typ von Druckluftwaffe die Geschosse stammten. Die ein bis zwei Millimeter großen Metallkugeln hätten aber Menschen verletzen können […]“

Quelle: WELT


(Wismar, 03./.04.04.2015) Ägyptische Asylbewerber beleidigt und geschlagen
„In Wismar sind in der Nacht zum Sonnabend zwei ägyptische Asylbewerber von acht bislang unbekannten Männern attackiert worden. Nach Angaben der Polizei hat sich der offenbar fremdenfeindliche Übergriff gegen 22 Uhr in der Nähe des Asylbewerberheims Haffburg ereignet. Die beiden Ägypter im Alter von 21 und 26 Jahren wurden geschlagen und mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt, konnten sich aber unverletzt in ihre Asylunterkunft flüchten […]“

Quelle: NDR.de


(Rostock, 03.04.2015) Kameruner ausländerfeindlich beleidigt und geschlagen – gefährliche Körperverletzung
„In den frühen Morgenstunden des 03.04.2015 in der Zeit von 05:00 bis 05:15 Uhr kam es im Bereich An der Stadtautobahn im Stadtteil Lütten Klein zu einem körperlichen Angriff auf einen 26-jährigen Mann aus Kamerun. Der Mann war auf dem Heimweg als er von bislang drei unbekannten Männern angegriffen und niedergeschlagen wurde. Während die Täter auf den Geschädigten einschlugen, äußerten sie nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei ausländerfeindliche Beleidigungen. […]“

Quelle: Presseportal Polizei


(Freiburg, 05.04.2015) Homophober Übergriff auf schwules Paar
>>Wie die Polizei erst jetzt mitteilte hat am vergangenen Wochenende ein junger Mann ein schwules Paar im Bermudadreieck attackiert. Dabei wurde einer der beiden jungen Männer verletzt.

Marcel M. (Name der Redaktion bekannt) war mit seinem Partner am frühen Sonntagmorgen gegen 5.30 Uhr auf dem Heimweg von einer Diskothek in der unteren Bertoldstraße.

„Wir hatten auf der Straße eine Auseinandersetzung“, sagt der 19-Jährige. In der Löwenstraße wurde das Paar von einer Gruppe Nachtschwärmer überholt, aus dieser Gruppe heraus wurden Marcel und sein 23 Jahre alter Freund angesprochen: „Irgendwer rief ’Oho! Beziehungsprobleme? Küsst euch doch mal!’“, sagt Marcel M. „Das haben wir dann auch gemacht.“

Kurz darauf kam eine weitere Gruppe – drei junge Männer – an M. und seinem Partner vorbei. „Aus dieser Gruppe heraus schrie der spätere Täter uns an: ’Ihr Schwuchteln!’“ Marcel M. entgegnete noch, was die üble Ansprache denn solle, dann attackierte der junge Mann ihn auch schon. […] Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus, er entging nur knapp einer Operation an dem gebrochenen Gesichtsknochen.<<


(Floß, 11./12.04.2015) Rechtsradikale Schmierereien u.a. an Wegweiser und Ortsschilder
„Mit rechtsgerichteten Parolen und Symbolen haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag unbekannte Täter in Floß im Landkreis Neustadt an der Waldnaab Wegweiser und Ortsschilder beschmiert. Auch an einem Sichtschutzzaun einer Firma wurden auf einer Länge von zirka 80 Metern Hakenkreuze und Parolen wie »Deutschland wach auf« festgestellt.

Die Schmierschriften wurden bereits weitest gehend beseitigt. Die Leitung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg vermutet, dass die Schmierereien mit den Gedenkfeiern zum 70. Todestag von Dietrich Bonhoeffer in Flossenbürg zusammenhängen.[…]“

Quelle: OTV.de


(Eggesin, 13.04.2015) Hakenkreuz gesprüht
„Am 13.04.2015 teilte ein Hinweisgeber der Polizei mit, dass er in Eggesin rechtsradikale Schmierereien bemerkt habe. Im Park des Militärhistorischen Museums, in der Heidestraße, stellten die eingesetzten Beamten auf einem befestigten Weg ein Hakenkreuz und Schriftzüge fest. Diese wurden mittels gelber Sprühfarbe in einer Größe von ca. 2 m x 1,5 m durch unbekannte Täter aufgebracht. An einer in der Nähe befindlichen Stützmauer wurde ein spiegelverkehrtes Hakenkreuz (Größe ca. 60 cm x 60 cm) mittels roter Farbe aufgebracht.[…]“

Quelle: Presseportal Polizei


(Nürnberg, 08.04.2015) Hitlergruß in Schwurgerichtssaal
Die Lebensgefährtin des angeklagten Neonazis Gerhard Ittner hatte bei einem Prozesstag offenbar Arm zum Hitlergruß im Gerichtssaal gehoben: „[…] Gegen die Frau laufen Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen, hatte sie doch vergangene Woche im historischen Schwurgerichtssaal 600 den Arm zum Hitlergruß erhoben. Mehrere Justizmitarbeiter hatten das beobachtet. Oberstaatsanwalt Michael Schrotberger leitete daraufhin das Verfahren ein. […]“

Quelle: nordbayern.de 


(Berlin, 16.04.2015) Sachbeschädigung an Wahlkreisbüro
„Eine Sachbeschädigung wurde [am 16.04.2015] in Baumschulenweg angezeigt. Gegen 8.30 Uhr alarmierte ein Verantwortlicher die Polizei in die Ekkehardstraße, da dort Unbekannte auf zwei Fensterscheiben eines Wahlkreisbüros Schriftzüge mit blauer Farbe aufgebracht hatten. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.“

Quelle: Polizeipressestelle Berlin


(Waldeck/Waren, 16.04.2015) Rechtsradikale Schmierereien an Jom haScho'a
An Jom haSchoa’a (Holocaust-Gedenktag in Israel) wurden rechtsradikale Schmierereien an der Eldenburger Brücke: „[…] Am heutigen Nachmittag stellten die Beamten der Warener Wasserschutzpolizei während ihrer Bootsstreife an der Eldenburger Brücke Schmierereien mit rechtsradikalen Hintergrund fest. Augenscheinlich sollen diese Schmierereien inhaltlich an einen für die Szene typischen Gedenktag hinweisen. Die Beseitigung wurde umgehend veranlasst. Von Amts wegen wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen die §§ 86 und 86a des Strafgesetzbuches aufgenommen. […]“

Quelle: Presseportal Polizei


(Zwickau, 18./19.04.2015) Toleranz-Ahorn vermutlich von "Identitären" abgesägt
>>Der junge Feld-Ahorn, welcher vergangenen Dienstag im Rahmen der Tage der Demokratie und Toleranz vom Jugendmigrationsdienst der Arbeiterwohlfahrt gepflanzt wurde, ist bereits wieder zerstört worden. Unbekannte hatten den Baum, mit dem Jugendliche ein Zeichen für Mitwirkung und Offenheit, Vielfalt und Verständigung in der Stadt Zwickau setzen wollten, am Wochenende durchgesägt. Bereits die Pflanzaktion, an der auch Oberbürgermeisterin Pia Findeiß teilnahm, wurde von vier Vertretern einer sogenannten «Identitären Bewegung» gestört. Die Gruppierung wird als rechtsextrem eingestuft. Die Anwesenden zeigten ein Banner mit der Aufschrift «Lass deine Wurzeln nicht verdorren – bewahre deine ethnokulturelle Identität». Eine Frau schwenkte zudem eine Fahne mit dem Logo der Strömung.<<

Quelle: televisionZwickau


(Berlin-Pankow, 20.04.2015) "Sieg Heil"- und ausländerfeindliche Parolen vor Flüchtlingsheim gerufen
„Drei unbekannte Männer haben gestern Abend zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes vor einem im Bau befindlichen Flüchtlingswohnheim in Buch attackiert und bespuckt. Gegen 22 Uhr hörten die vier Mitarbeiter […] ein lautes Geschrei an dem Bauzaun. Drei Männer schrien ausländerfeindliche Parolen sowie »Sieg Heil«. Dies wiederholten sie mehrfach und forderten nun die Mitarbeiter auf, vor den Zaun zu kommen, um sich mit ihnen zu schlagen. Auf die Provokationen nicht eingehend, forderten die Angestellten das Trio auf, den Bereich zu verlassen. Nun versuchte einer der Männer vergeblich den Zaun zu öffnen und spuckte zwei Wachmänner an. Sein Komplize warf dann eine Bierflasche über den Zaun und traf einen 28-jährigen Mitarbeiter am Ohr. Anschließend entfernten sich die der rechtsradikalen Szene zuzuordnenden Personen. Am Zaun ließen sie mehrere Flyer zurück. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt führt die Ermittlungen und Fahndung nach den Tätern.“

Quelle: Polizei Berlin


(Berlin, 21.04.2015) Erneut rechtsmotivierter Brandanschlagversuch auf Paul-Löbe-Haus
„Unbekannte warfen in der vergangenen Nacht gegen 1.40 Uhr einen Brandsatz in Richtung der Fassade des Paul-Löbe-Hauses in der Konrad-Adenauer-Straße in Tiergarten. […] Durch das Feuer, das von allein erlosch, entstand ein geringer Sachschaden […] Nach bisherigen Erkenntnissen ließen die Täter diverse Flugblätter im Nahbereich des Gebäudes zurück. Das Dezernat für rechtsmotivierte Straftaten beim Polizeilichen Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.“

Quelle: Presseportal Polizei Berlin

Anschläge dieser Art (Brandsatz mit Bekennerschreiben) finden offenbar regelmäßig einmal im Monat statt, siehe Vorfall vom 23.03.2015.


(Berlin, 10.04.2015) Frau antisemitisch beleidigt und bespuckt
„Bei einem Streit in einem Treppenhaus eines Wohnhauses in Neukölln wurde eine Frau von ihrer Nachbarin antisemitisch beleidigt und bespuckt. Die 32-jährige Mieterin eines Mehrfamilienhauses in der Silbersteinstraße zeigte gestern [21.04.2015] gegen 14 Uhr auf dem Polizeiabschnitt 55 an, dass sie bereits am 10. April 2015, als sie gegen 15 Uhr ihre 65-jährige Nachbarin im Treppenhaus traf, von dieser angepöbelt worden sei. Nach einem lautstarken Wortwechsel sei sie von der Seniorin antisemitisch beleidigt und im Gesicht bespuckt worden. Die 32-Jährige drückte die Frau von sich weg und ging in Ihre Wohnung. Da sie wiederholt in dieser Form beleidigt worden sei, entschloss sich die Frau, dies bei der Polizei anzuzeigen. Gegen die 65-Jährige wird nun wegen Volksverhetzung und Körperverletzung ermittelt. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt führt hier die Ermittlungen.“

Quelle: Polizei Berlin


(Berlin, 18.04.2015) Frau in Supermarkt fremdenfeindlich beleidigt
„Ein bisher unbekannter Mann beleidigte gestern Nachmittag in einem Supermarkt in Schöneberg eine Kundin mit zutiefst herabwürdigenden Worten. Die 29-jährige Berlinerin stand um 17.30 Uhr im Kassenbereich des Geschäfts am Wittenbergplatz, als sich ein vor ihr stehender Mann umdrehte und ihr gegen eine Schulter stieß. Dann fing er an, sie mit beleidigenden, fremdenfeindlichen und herabwürdigenden Worten zu beschimpfen. Als zwei Zeugen beherzt verbal eingriffen, verließ der Täter den Laden und entfernte sich in unbekannte Richtung.“

Quelle: Polizei Berlin


(Berlin, 08./15./22.04.2015) Durchsuchungen nach Fremdenfeindlicher und teils antisemitischer Hetze im Internet
„Nach intensiven Ermittlungen führten Beamte des Polizeilichen Staatsschutz in den vergangenen Wochen bei drei Personen, die im Verdacht stehen über soziale Netze fremdenfeindliche und antisemitische Hetzte betrieben zu haben, richterlich angeordnete Wohnungsdurchsuchungen durch.

In Spandau wurde am 08.04.2015 bei einem 26-Jährigen die Wohnung durchsucht, da er im Verdacht steht via Facebook volksverhetzende Texte und Bilder auch in Bezug auf Asylbewerber verbreitet  zu haben.

Bei einem 34-Jährigen wurde am 15.04.2015 die Wohnung in Marzahn-Hellersdorf durchsucht, der mehrfach über Facebook rassistische Äußerungen verbreitet haben soll.

In Neukölln durchsuchten die Ermittler gestern die Wohnung eines 49-Jährigen, der in mehreren sozialen Netzwerken Hakenkreuze und fremdenfeindliche Texte eingestellt haben soll. […]“

Quelle: Polizei Berlin


(Berlin-Kreuzberg, 22.04.2015) Fremdenfeindliche Äußerung
Einige Händler hielten in der Markthalle 9 in Kreuzberg einen Jungen fest, der offenbar geklaut hatte. Dabei würgten sie ihn über Minuten im Genick. Eine Frau nahm das Geschehnis auf und forderte die Händler auf dies zu unterlassen. Diese wehrten jedoch ab, einer ließ sich zu herablassenden Äußerungen herab, die sich offenbar auf die vermeintliche oder tatsächliche Herkunft der Filmenden Person beziehen sollte, wo immer das auch sein sollte: „Sei froh, dass die [Menschenrechte] bei uns da sind. […] da wo du herkommst, würdest du ganz anders behandelt werden.“

Quellen: Berliner Kurier, YouTube


(Berlin, 23.04.2015) Hakenkreuze in Fensterscheiben geritzt
„Ein Unbekannter beschädigte in der vergangenen Nacht in Prenzlauer Berg die Glasfront einer Bäckerei. Ein Passant bemerkte gegen 22.20 Uhr den Verdächtigen am S-Bahnhof Schönhauser Allee, wie dieser offenbar mit einem Stein zwei Hakenkreuze in zwei Fenster des Geschäfts ritzte. […] Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin ermittelt.“

Quelle: Polizei Berlin


(Berlin, 23.04.2015) Mann fremdenfeindlich beleidigt, mit Schreckschusswaffe beschossen und verletzt
„Fahnder nahmen gestern Abend einen Mann fest, der im Verdacht steht, einen 42-Jährigen in der Nacht zu Donnerstag im Wedding fremdenfeindlich beleidigt und mit einer Schreckschusswaffe beschossen zu haben. Gegen 1.30 Uhr begegneten sich die beiden Männer im Treppenhaus eines Einkaufszentrums in der Müllerstraße. Zunächst beleidigte der Täter den Passanten mit fremdenfeindlichen Worten, zog während des Wortgefechts plötzlich eine Schusswaffe, hielt sie dem Mann vor das Gesicht, drückte ab und konnte unerkannt flüchten. Der 42-Jährige erlitt durch den Schuss leichte Verbrennungen im Gesicht und ein Knalltrauma. Die Verletzungen wurden ambulant in einem Krankenhaus behandelt.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen führten zu einem 36-jährigen Tatverdächtigen, der gestern Abend festgenommen wurde. Er soll heute einem Bereitschaftrichter vorgeführt werden. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die weitere Bearbeitung des Falles übernommen.“

Quelle: Polizei Berlin


(Berlin, 25.04.2015) Fremdenfeindliche Äußerungen
„Mit Strafanzeigen endete gestern Nachmittag auf einem Parkplatz eines Discounters in Johannisthal eine Auseinandersetzung zwischen vier Männern. Ein 22-Jähriger alarmierte gegen 15.35 Uhr die Polizei zum Segelfliegerdamm. Folgendes soll sich ereignet haben: Drei junge Berliner im Alter von 22 und 23 Jahren, zwei davon türkischstämmig, liefen nach dem Einkauf zu ihrem Fahrzeug. Sie gaben später an, dass, als sie einen parkten Wagen passierten, ein darin befindlicher großer Hund anschlug. Die drei erschraken so sehr, dass sie sich nur über die Beifahrerseite in ihr Auto trauten. Zeitgleich erschien der Hundehalter an seinem Fahrzeug und beschimpfte sofort das Trio. Die verbalen Streitigkeiten endeten in fremdenfeindlichen Äußerungen sowie der Androhung, den Dobermann aus dem Auto zu lassen. Alarmierte Polizisten nahmen die Sachverhalte auf und schrieben Anzeigen und Gegenanzeigen.“

Quelle: Polizei Berlin


(Berlin, 25./26.04.2015) Schaukasten zu Stolpersteinen erneut beschädigt
„Unbekannte zerstörten in Friedenau die Scheibe des Infokastens zu den Stolpersteinen in der Stierstraße. Die Tat wurde heute Mittag gegen 13.20 Uhr bei der Polizei angezeigt. Offensichtlich hatte man mittels eines Kleinpflastersteins in der Zeit von Samstag, 25. April 2015, 10 Uhr, bis zur heutigen Entdeckung, die Scheibe des Schaukastens eingeschlagen. Die Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.“

Quelle: Polizei Berlin


(Berlin, 27.04.2015) Rassistischer Angriff auf Kameramann bei BÄRGIDA-Kundgebung
Der Kameramann der Berliner Nachrichtenagentur berlintürk Metin Y. wurde auf der BÄRGIDA-Kundgebung am Montag von zwei Demonstranten rassistisch beschimpft, anschließend wurde ihm eine Fahnenstange in den Rücken gerammt. Auf der Kundgebung wurden erneut zahlreiche Fahnen getragen, auch einige, die dem Reichsbürgerspektrum zuzuordnen sind. Auch die Fahne der „Europäischen Aktion“, bei der einige Holocaustleugner beteiligt sind.

Bereits im März fiel eine BÄRGIDA-Kundgebung mit einem tätlichem Übergriff auf einen Journalisten auf. Auch gab es bei der Kundgebung am Montag wieder Reden und Parolen mit antisemitischer Implikation gegenüber Medienvertreter.

Quelle: PM TBB, Vorortrecherchen


(Berlin, 27.04.2015) Reden und Parolen mit antisemitischen Implikationen bei BÄRGIDA-Kundgebung
Bei der BÄRGIDA-Kundgebung am Montag wurden Inhalte in Reden und Parolen geäußert, die eine antisemitische Implikation aufweisen. Neben dem bekannten „Lügenpresse“-Ausruf wurden bei der Zwischenkundgebung vor dem Kanzleramt begleitende Medienvertreter als „Mischpoke von der Presse“ beschimpft.

Bereits im März wurden „Lügenpresse auf die Fresse“-Parolen in die Tat umgesetzt, als ein Journalist auf einer BÄRGIDA-Demo tätlich angegriffen wurde. Auch bei der Demonstration vom Montag kam es zu einem rassistischen Übergriff auf einen Journalisten.

Quelle: Vorortrecherchen


(Berlin, 29.04.2015) Mann fremdenfeindlich beleidigt und angegriffen
>>Ein türkischstämmiger Mann, der in Begleitung seiner Lebensgefährtin war, wurde gestern Abend in Neukölln fremdenfeindlich beleidigt und verletzt. Gegen 19.40 Uhr kam der 26-Jährige mit seiner 30-jährigen Begleiterin aus dem Volkspark Hasenheide, als sich auf dem Gehweg des Columbiadamms ihnen ein Mann in den Weg stellte und volksverhetzende Äußerungen von sich gab. Dabei gab er dem 26-Jährigen unvermittelt eine »Kopfnuss«. Zeugen gingen dazwischen und alarmierten die Polizei. Die Beamten leiteten gegen den alkoholisierten 27-jährigen Tatverdächtigen ein Ermittlungsverfahren ein, welches der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt bearbeitet. Der 26-Jährige musste die erlittene Platzwunde ambulant behandeln lassen.<<

Quelle: Polizei Berlin


(Münster, 30.04.2015) Polizeianwärter nach rassistischen Äußerungen in Chat-Gruppe entlassen
>>Ein Polizeianwärter durfte nach einem Urteil wegen der Verbreitung rassistischer Bilder in einer Chat-Gruppe entlassen werden. Das Verwaltungsgericht Aachen wies am Donnerstag die Klage eines 22-Jährigen gegen seine Kündigung ab. Es gebe zu Recht Zweifel an der charakterlichen Eignung. Auch bei gruppendynamischen Prozessen müsse von einem angehenden Polizeibeamten Selbstkontrolle und ein sensibler Umgang mit Rassismus erwartet werden, sagte der Vorsitzende Richter Markus Lehmler.[…] Sieben Bilder und einen Spruch mit rassistischen Inhalten hatte er über vier Monate in den Chat eingestellt, in dem es eine Flut von Mitteilungen gab: 65000 in acht Monaten, die das Gericht zumindest als geschmacklos bezeichnete: »Das ist alles unterirdisch«, sagte Richter Lehmler.<<

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger


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